7. Jh. v. Chr.
Gründung griechischer Kolonien auf dem Gebiet des
heutigen Albaniens. Die griechische Kultur hat einen
großen Einfluss auf die Illyriechen Stämme, die
als Urahnen der heutigen Albaner angesehen werden.
6.
Jh. v. Chr.
Das Reich der Illyrer erlebt eine kulturelle und
wirtschaftliche Blütezeit. Herausragende Könige dieser
Zeit sind Bardhyl, Agron, Teuta und Gent. Zur Erinnerung
an dieser Zeit verwenden die Albaner heute diese Namen
häufig als Vornamen für ihre Kinder.
3.
Jh. v. Chr.
König Agron herrscht über ein ausgedehntes Reich von
Epirus im Süden bis Dalmatien im Norden. Shkoder wird
die Hauptstadt des illyrischen Königreiches.
229
- 228 v. Chr.
Die ersten römisch-illyrischen Kriege.
168
v. Chr.
Das Ende der Epoche der Illyrer und der Beginn der
römischen Herrschaft in Albanien.
600
– 11. Jh.
Albanien ist Teil des Byzantinischen
Reiches; Besiedlung durch slawische Stämme; Eroberung
durch die Normanen.
1190–1216
Gründung
des ersten albanischen Fürstentums „Arbanon“ in
Mittelalbanien.
1272
Gründung des „Regnum Albaniae“ durch den König von
Sizilien Karl von Anjou. Das Königreich umfasst die
Küstengebiete von Durres bis Vlora.
1343 - 1347
Albanien
wird Teil des serbischen Reiches unter Zar Stefan Dušan.
1398
Schlacht auf dem Amselfeld: Niederlage des serbischen
Reiches. Die osmanische Herrschaft wird zur stärksten
Macht auf dem Balkan.
1443
- 1478
Selbständigkeit unter dem Nationalhelden Skanderbeg
[Gjergj Kastrioti (1405 – 1468)]. Seine militärischen
Erfolge gegen die Osmanen erregen im ganzen christlichen
Europa Bewunderung. Der Papst verleiht ihm für seine
ruhmreichen Taten den Titel „Athleta Christi“.
1478 - 1872
Albanien wird wieder Bestandteil des osmanischen
Reiches.
im 16. Jh.
Beginn einer starken Auswanderung und
der Islamisierung der Bevölkerung.
im 19. Jh.
Beginn der Nationalbewegung „Rilindja Kombetare“
(„Die Albanische Nationale Wiedergeburt“). Die
Albaner beginnen sich während dieser Periode als
moderne Nation zu formieren und politisch zu
organisieren.
1912
Entstehung eines selbständigen Staates Albanien durch
die Unabhängigkeitserklärung von Vlora.
1913
Auf der „Londoner Botschafterkonferenz“ wird die
Unabhängigkeitserklärung Albaniens bestätigt und die
Landesgrenzen festgelegt: das Kosovo und die albanische
Minderheit Mazedoniens bleibt bei Serbien und
Montenegro, der Großteil der südalbanischen Cameria
als "Epirus" bei Griechenland. Gut 40 Prozent
der Albaner bleiben außerhalb der Landesgrenze.
1914
Kurzzeitige Regentschaft des deutschen Prinzen Wilhelm
zu Wied. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird das
Land durch die Mittelmächte besetzt.
1920
Tirana wird Hauptstadt und Albanien wird in den
Völkerbund aufgenommen; Bestätigung der Grenzen von
1913.
1924
Infolge der „Juli-Revolution“ bildet Bischof F. S.
Noli die „Demokratische Reformregierung“. Er wird
wenige Monate später von Ahmed Zogu gestürzt.
1925
Ahmed Zogu wird zum Ministerpräsidenten der albanischen
Republik gewählt. Während seiner Regierungszeit gerät
Albanien in zunehmender politische und wirtschaftliche
Abhängigkeit von Italien.
1928
In Albanien wird die Monarchie
ausgerufen. Ahmed Zogu ernennt sich zum „König von
Albanien“.
1939
Besetzung Albaniens durch italienische Truppen und
völkerrechtliche Verbindung mit Italien durch die
Gründung der albanisch-italienischen Personalunion
unter dem italienischen König Victor Emanuel III.
1942
Gründung der Nationalen Befreiungsfront unter Führung
albanischer und jugoslawischer Kommunisten.
1943
Kapitulation Italiens und die Besetzung Albaniens durch
deutsche Truppen bis zur Räumung im November 1944.
Jan. 1946
Die Kommunistische Partei ruft die „Volksrepublik
Albanien“ und die sozialistische Verfassung aus. Enver
Hoxha übernimmt die Führung der neuen kommunistischen
Regierung.
1948
Abbruch der politischen und wirtschaftlichen
Zusammenarbeit mit Jugoslawien; Beginn des
albanisch-sowjetischen Bündnisses.
1955
Eintritt Albaniens in die UNO.
1955 - 1968
Albanien ist Mitglied des Warschauer Paktes.
1961
Abbruch aller Beziehungen zur UdSSR und Aufnahme von
Wirtschaftsbeziehungen mit China.
1967
Beginn der „albanischen
Kulturrevolution“: Säkularisierung aller religiösen
Stätten, Kampf gegen „fremde Einflüsse“.
1976
Durch eine neue Verfassung erhält Albanien den neuen
Staatsnamen „Sozialistische Volksrepublik Albanien“
(Republika Popullore Socialiste e Shqiperise).
Maßnahmen: Verbot von Krediten, Festlegung des
Atheismus, u. a.
1978
Abbruch der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen
zu China; Beginn der außenpolitischen Isolation.
1985
Tod Enver Hoxhas. Sein Nachfolger
wird Ramiz Alia.
1987 - 1990
Einleitung von Reformen: Reisefreiheit, Zulassungen von
Parteien, Tolerierung der Religionsausübung und
Aufnahme der ersten diplomatischen Beziehungen mit dem
Westen.
1990 - 1991
Die katastrophale Versorgungslage führt zu einer
Massenflucht: 6.000 Albaner fliehen in westliche
Botschaften und über 10.000 Menschen wandern nach
Italien aus.
1992
Ende der kommunistischen Herrschaft. Die
„Demokratische Partei“ gewinnt die ersten freien
Wahlen und Prof. Dr. Sali Berisha wird Präsident.
März 1997
Sturz der Regierung über betrügerische
Investitionsfonds, die sog. Pyramidensysteme;
Verhängung des Ausnahmezustandes und vorgezogene
Parlamentwahlen unter Aufsicht der OSZE.
Juli 1997
Die „Sozialistische Partei“ gewinnt die Parlamentswahlen.
Fatos Nano, Vorsitzender der Sozialistischen Partei,
wird Ministerpräsident.
1997 –
2002
Eine lang anhaltende Krise innerhalb der „Sozialistischen
Partei“ führt zu ständigen Regierungswechseln: nach
Fatos Nano wird Pandeli Majko Ministerpräsident, dann
Ilir Meta, dann wieder Pandeli Majko und anschließend
erneut Fatos Nano.
September 2005
Die „Demokratische Partei“ gewinnt die
Parlamentswahlen, Prof. Dr. Sali Berisha wird zum
Ministerpräsidenten gewählt.
Juni 2006
Albanien unterzeichnet ein
Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der
EU, das im Frühjahr 2009 in Kraft tritt.
April 2009
Albanien wird Vollmitglied der NATO
und stellt den Auftrag auf Mitgliedschaft in der EU.
Oktober 2009
Die „Demokratische Partei“
gewinnt die Parlamentswahlen und bildet zusammen mit der
„Sozialistischen Allianz für Integration“ und der
„Republikanischen Partei“ die neue
Koalitionsregierung unter Führung von Prof. Dr.
Sali Berisha.
Dezember 2009
Reisefreiheit für Albanien in die EU
im Zuge der Visaliberalisierung.