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Internationale Tourismusbörse in Berlin - Albanien - Montenegro - Mazedonien

Die Internationale Tourismusbörse in Berlin vom 11. bis 15. März 2009 war auch in diesem Jahr für Fachbesucher und Reisende ein attraktiver Magnet für Kontakte und Informationen. Anlässlich der geplanten Informations- und Kontaktveranstaltung für deutsche Unternehmen „Zukunft Tourismus: Grenzen überschreitende Kooperation für internationalen Tourismus: Albanien – Montenegro – Mazedonien“, die vom 5. bis 8. Mai 2009 mit drei Informations- und Kontaktforen in Ulcinj (Montenegro), Ohrid (Mazedonien) und Tirana (Albanien) stattfindet, nahm DAW-Geschäftsführer Michael Alber und DAW-Projektmitarbeiterin Edlira Kruja die Gelegenheit zur Teilnahme an den Pressekonferenzen der Nationalen Tourismusagentur von Montenegro im Internationalen Congress Centrum (ICC) am 12. März 2009 sowie der Nationalen Tourismusagentur von Albanien ICC am 13. März 2009 wahr. 

Durch die Besuche der Stände von Albanien, Montenegro und Mazedonien informierten sie sich in Gesprächen mit Repräsentanten aus dem Tourismussektor über die Reiseperspektiven in den drei Ländern. Zugleich nutzten sie die Chance, die vom 5. bis 8. Mai 2008 stattfindende Investitions- und Kontaktveranstaltung, eine einmalige Gelegenheit für Investoren, Finanziers, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Dienstleister und Berater drei Länder kompakt aus erster Hand von Experten kennen zu lernen und mit hochkarätigen Repräsentanten aus Politik und Tourismuswirtschaft direkte Gesprächen zu führen.

ALBANIEN

Das außergewöhnliche Potential Albaniens als Tourismusziel und eine ZwischenbiIanz zu den Maßnahmen der albanischen Regierung zur Förderung der Entwicklung der Tourismuswirtschaft präsentierte anlässlich einer Pressekonferenz der National Tourismus Agentur am 13. März 2009 Nada Kallçiu, Generaldirektorin der NTA von Albanien, nach der Eröffnung durch Gazmend Barbullushi, Geschäftsträger der Botschaft der Republik Albanien in Berlin. Rund 2,5 Millionen Touristen reisten nach statistischen Erhebungen der WTO 2008 nach Albanien, davon rund 92 Prozent aus Europa, 5 Prozent aus den USA und 2 Prozent aus Asien. Touristen aus Deutschland. Der Tourismus trägt rund 4 Prozent zur wirtschaftlich Leistung Albaniens bei.

DAW-Geschäftsführer Michael Alber mit 
NTA-Generaldirektorin Nada Kall
çiu und 
Geschäftsträger Gazmend Barbullushi

Der Tourismus in Albanien werde begünstigt durch das mediterrane Klima und seine 362 Kilometer lange Küste und die ursprüngliche Bergwelt. Zu den Vorteilen Albanien zählten die vielen Sonnentage, die Vielfalt an Pinien bewaldeten Stränden an der Adria und die kontrastreiche Küstenlandschaft am Ionischen Meer. Albanien ist auch reich an historischem und kulturellem Erbe. Rund 2000 interessante historische Monumente können besucht werden. Beispielsweise die historischen Städte Berat und Gjirokaster, die ebenso unter dem Schutz der UNESCO stehen, wie die archäologischen Stätten in Butrint. Auch in Durres, Shkodra, Tirana und Kruja laden vielfältige kulturelle und historische Stätten zum Besuch ein. Mit Appollonia, Voskopoja und Antigoneas verfügt Albanien über beeindruckende, archäologische Ausgrabungsstätten.

Den Rechtsrahmen im Tourismus habe die albanische Regierung kontinuierlich verbessert, insbesondere mit Blick auf Auslandsinvestitionen und Eigentumsfragen. Auch der Ausbau der Infrastruktur im Verkehrswesen, der Wasserver- und –entsorgung sowie im Energiewesen und der Telekommunikation, erläuterte Generaldirektorin Kallçiu.

MAZEDONIEN

Am Stand von Mazedonien informierten sich DAW-Geschäftsführer Michael Alber und Edlira Kruja bei Peter Wolf, Berater im für Tourismus zuständigen Wirtschaftsministerium von Mazedonien in Skopje, Ulrich Kleppmann, Berater des Außenministers der Republik Mazedonien sowie Anica Palazzo, Regionale Programmkoordinatorin der GTZ, sowie Aneta Bar, General Managerin des Hotels Inex Gorica Ohrid und Zoran Strezovski, Direktor bei der Agentur für Tourismus in Struga über die Reisemöglichkeiten nach und in Mazedonien. Präsentiert wurde Mazedonien als eine an kulturellen Stätten und landschaftlicher Vielfalt attraktive Region. Vorgestellt wurde der vom Wirtschaftsministerium der Republik Mazedonien mit finanzieller Unterstützung durch das Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM) herausgegebene, neue Reiseführer „Mazedonien“ in deutscher Sprache. Die Impressionen zu Mazedonien werden mit über 750 Fotos, Illustrationen und Karten untermauert (Verlag Trimaks, ISBN 998994054-1).

Geschäftsführer Alber mit 
Marta Bojkovska, Edlira Kruja und Peter Wolf, 
Berater im Wirtschaftsministerium von Mazedonien

 

MONTENEGRO

„Das Land der ‚Wilden Schönheit’ freut sich über stark steigende Besucherzahlen,“ so die Bewertung der Entwicklung im Tourismus von Montenegro auf der Pressekonferenz vom 12. März 2009 im ICC, in der Saša Radović, Direktor der Nationalen Tourismusorganisation von Montenegro, Karlo Petelin, Direktor des Tourismusbüros von Montenegro in Frankfurt a. M und Vladimir Radulovic, Botschafter von Montenegro in Berlin, für Montenegro warben. Nach dem World Travel & Tourism Council (WTTC) ist Montenegro das wachstumsstärkste Reiseland Europas. Im Jahr 2008 reisten 1,17 Millionen Gäste nach Montenegro. Aus Deutschland reisten rund 22.300 Gäste - rund ein Viertel mehr als noch ein Jahr zuvor - nach Montenegro.

NTO-Direktor Saša Radović mit 
Karlo Petelin und Doris Palito

Auch 2009 stehen für Montenegro die Zeichen weiter auf Wachstum. So baut Montenegro seine Angebote in den wichtigsten Bereichen kontinuierlich aus. Während der vergangenen vier Jahre wurden über 450 Millionen Euro in eine umfangreiche Restaurierung von 18 privatisierten Hotels und Ressorts mit modernsten Wellness- und Tagungseinrichtungen investiert. Zugleich wurden über 250 Millionen Euro in die Modernisierung von Flughäfen, Straßen und weiteren Infrastrukturprojekten investiert. In den nächsten zehn Jahren sind weitere rund 4 Milliarden Euro vorgesehen, davon allein 250 Millionen Euro für erneuerbare Energien, 800 Millionen Euro für die Wasser- und Abwasser-Versorgung sowie drei Milliarden Euro für Straßen. Für die Entwicklung von Großprojekten in den touristischen Regionen Orascom Lustica, Velika Plaza und Ada Bojana sind rund sechs Milliarden Euro eingeplant.

Kirchen, Klöster, Moscheen sowie zahlreiche Paläste ziehen Reisende in Montenegro an. Montenegro verfügt damit über ein außergewöhnliches historisches Erbe und gilt bei Kulturliebhabern als Geheimtipp. Die verschlungene, fjordartige Bucht von Kotor gehört seit 1979 zum UNESCO- Weltkultur- und Naturerbe und in der unter Denkmalschutz stehenden Altstadt von Budva zeugen zahlreiche Baudenkmäler von den unterschiedlichsten Epochen. Weiter historische Bauten und eine glorreiche Mythologie finden Urlauber im Süden Montenegros in Ulcinj.

Montenegro engagierte sich für einen strikten und nachhaltigen Tourismus, so NTO-Direktor Saša Radović auf die Frage, wie sich Montenegro auf den Wettbewerb, insbesondere mit den Nachbarländern, vorbereite. Als Ziel nannte er dabei den Tourismus in seiner Quantität zu steigern, dabei aber nachteilhafte Schritte zu vermeiden. Er unterstrich zugleich, dass zwischen Montenegro und Albanien exzellente Beziehungen bestehen.