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Deutsch - Albanische Wirtschaftsgesellschaft e.V. DAW
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„Der voranschreitende Strukturwandel in Albanien manifestiert sich immer mehr in einer sichtbar modernen Infrastruktur sowie an wachsendem Interesse an Handel und privatwirtschaftlichen Investitionen.“ Dieses Fazit zog DAW-Präsident Hans-Jürgen Müller anlässlich der DAW-Delegationsreise mit Mitgliedern des Präsidiums und begleitenden Unternehmern vom 25. bis 27. April 2007. Im Mittelpunkt der Reise nach Albanien standen insbesondere Gespräche mit hochrangigen Vertretern der albanischen Politik, mit albanischen Partnerorganisationen und die ideelle Unterstützung von bilateralen Unternehmensbeziehungen. Die Delegation war bestärkt von dem großen Interesse der albanischen Regierungsvertreter am Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen.
Nach
Ankunft in Tirana traf die Delegation mit Herrn Botschaftsrat Jörn
Beißert zu einem Briefing über die geplanten Gespräche mit Ministern
der albanischen Regierung zusammen. Die Teilnehmer informierten sich über die
Verlässlichkeit der albanischen Rahmenbedingungen und die erkennbaren
Schwerpunkte der albanischen Regierung beim Ausbau der öffentlichen
Infrastruktur, u. a. des Energiewesens, des Straßenwesens und der
Telekommunikation. DAW-Präsident Hans-Jürgen Müller lädt Finanzminister Ridvan Bode nach Berlin ein. Erster politischer Auftakt war das Gespräch mit Finanzminister Ridvan Bode zur aktuellen Haushaltslage und der Fortentwicklung des steuerlichen Rechtsrahmens. Minister Bode verwies darauf, dass das Defizit in der Staatskasse kleiner werde und es zugleich Ziel sei, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung zu verbessern. Er verwies auch auf das Ziel, die Steuersätze auf zehn Prozent abzusenken, um Albanien für ausländische Investoren noch attraktiver zu machen. Von deutscher Seite wurde das aktuelle Steuergesetz angesprochen, das bei ausländischen Investoren auf gravierende Bedenken stoße. Hintergrund ist, dass Unternehmen damit rechnen müssen, auf nicht abgeführte Steuern eine Strafe in Höhe von bis zu 25 Prozent, unabhängig davon, ob die Sanktion sich im Rahmen des Verfahrens als gerechtfertigt erweist, entrichten zu müssen. Die DAW appellierte an Minister Bode diese Maßnahme zu überprüfen.
Zum zweiten wichtigen Schwerpunktthema, der Modernisierung und dem Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, stand Lulzim Basha, Minister für Verkehr und öffentliche Infrastruktur, den Teilnehmern gut von seinem Besuch der letzten Mitgliederversammlung der DAW bekannt, zu einem Gespräch zur Verfügung. Minister Basha erläuterte das Ziel, die albanische Telekommunikation im Rahmen der Privatisierung leistungsfähiger zu machen und erläuterte geplante PPP-Projekte zur Modernisierung der Wasservorsorgung in bedeutenden Städten Albaniens. Ebenfalls informierte sich die Delegation über das geplante Verfahren zur Privatisierung des albanischen Kfz-Prüfwesens.
Tourismusminister
Ylli Pango und Hans-Jürgen Müller im Ministerium für Tourismus und Kultur Ein zentraler Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung in Albanien wird in der Förderung des Tourismus gesehen. DAW-Präsident Hans-Jürgen Müller lud Ylli Pango, Minister für Tourismus und Kultur, zu einer intensiven Zusammenarbeit im Tourismussektor ein. Minister Pango erläuterte in dem Gespräch die albanische Tourismusstrategie. In diesem Zusammenhang informierte er über den Ausbau des Straßennetzes von Vlora nach Saranda und Butrint, das zum UN-Weltkulturerbe zählt, und von Durres in den Norden. Er hob weiterhin hervor, dass Albanien mit dem neuen Terminal am „Nene Tereza“-Flughafen und den geplanten neuen Flugverbindungen eine attraktive Anreise ermögliche. Außerdem verfüge Albanien über rund 660 Hotels, darunter auch einige vier bzw. fünf Sterne Hotels. Auf großes Interesse unter den Teilnehmer stießen auch die Perspektiven von Investitionen in die Landwirtschaft. Bereits beim Anflug konnte sich die Delegation über die noch ausbaufähigen Perspektiven der albanischen Landwirtschaft überzeugen. Rund 500.000 Hektar können in Albanien landwirtschaftlich genutzt werden, so Landwirtschaftsminister Jemin Gjana. Um dieses Potential zu erschließen, schlug DAW-Präsident Müller eine agrargewerbliche Veranstaltung zur Unterstützung der Vermarktung und Distribution albanischer Agrarprodukte vor. Damit solle auch ein Beitrag angesichts des Fehlens einer landwirtschaftlichen Distributions- und Marketingstruktur geleistet werden, albanischen Produzenten den Zugang zum deutschen Markt zu eröffnen. Minister Gjana verwies darauf, dass hierzu auch Projekte zur Qualitätssicherung und zur Zertifizierung angestrebt werden.
Landwirtschaftsminister
Jemin Gjana und DAW-Präsident im Gespräch Die Sicherung der Energieversorgung in Albanien war ein wichtiger Schwerpunkt im Gespräch mit Enno Boszdo, Vizeminister für Wirtschaft, Handel und Energie. DAW-Vizepräsident Dr. Hans-Peter Böhm erläuterte einen Projektvorschlag zur Verbesserung der Energieversorgung im Südwesten Albaniens. Auch wurde die Schubkraft des Handels für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere die Investitionstätigkeit, angesprochen. Geschäftsführer Denis Kalenia, erläuterte die informativen und werbenden Aufgaben der albanischen Außenwirtschaftsförderagentur Albinvest. Angenehme Atmosphäre beim der Verabschiedung der Delegation durch Generaldirektor Shemsi Aga Die Delegation traf erneut mit Shemsi Aga, Generaldirektor für das Transportwesen zusammen, um Bilanz über die Gespräche vom Herbst 2006 zu ziehen. Geschäftsführer Michael Alber überreichte Informationen zu den Anforderungen an die Ausbildung von Fahrschülern und bot weitere Unterstützung bei der Ausgestaltung der Straßenverkehrsdienstleistungen an. Abschlussbesprechung
auf Einladung von Basri Ruka, Geschäftsführer Im
Rahmen einer Besprechung mit Ismail Beka und Enkeleida Goxhaj von der gtz sowie Piro Trebicka und Genc
Gjeci von
der kfw in Albanien sowie Jörn Beißert wurde ein Albanisch-Deutscher Wirtschaftskongress für
Ende Oktober 2007 ins Auge gefasst. Auf Einladung von Basri
Ruka,
Vorsitzender der Mercedes-Benz Vertretung in Albanien, traf die Delegation zu
einer Abschlussbesprechung, auch über die Herausforderungen, mit denen
Automobilunternehmen in Albanien konfrontiert sind, zusammen. Die Delegation
zog ein insgesamt positives Fazit zu den Wirtschaftsgesprächen.
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