Image
Image
Image
Image

Deutsch-Albanische Wirtschaftskonferenz 2026

Am 30. April 2026 fand im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin eine große Konferenz mit Fokus auf Albanien statt. Im Zentrum standen die Albaniens wirtschaftliche Lage, die Entwicklung seiner Branchen sowie das wachsende Interesse deutscher Investoren an dem Land im südwestlichen Balkan

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA), dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) sowie der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft (DAW). Unterstützung leistete die albanische Botschaft in Berlin und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) . Hochrangige Vertreter der albanischen Regierung unterstrichen die Bedeutung der Konferenz.

Albanien verzeichnet eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung und macht Fortschritte auf dem Weg in die EU. Mit einem Wachstum von 3,8 % im Jahr 2025 gehört das Land zu den stärksten Volkswirtschaften im Westbalkan. Treiber ist insbesondere der Tourismus, der inzwischen über 20 % zum BIP beiträgt. Auch ausländische Direktinvestitionen bleiben auf hohem Niveau.

Ein Schwerpunkt der Konferenz lag auf dem Ausbau der Infrastruktur. Großprojekte wie der Korridor VIII, der Verkehrsverbindung zwischen Adria und dem Schwarzen Meer, sowie die Neugestaltung der Hafenstruktur rund um Durrës stärken Albaniens Rolle als logistischer Knotenpunkt in der Region.

Gleichzeitig eröffnen Investitionen in Bau, Energie und Verkehr vielfältige Geschäftsmöglichkeiten.

Im Energiesektor setzt Albanien verstärkt auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft, um die bisher dominierende Wasserkraft zu ergänzen. Ziel ist eine nachhaltige und diversifizierte Energieversorgung.

Auch der Dienstleistungssektor wächst stark: Mit rund 12 Millionen Besuchern im Jahr 2025 entwickelt sich Albanien zunehmend zu einem vielseitigen Tourismusstandort. Parallel gewinnt das Land als Standort für IT- und Outsourcing-Dienstleistungen an Bedeutung. Im Handelsbereich steigt das Niveau von landwirtschaftlichen Produkten und ihre Einbindung in internationale Lieferketten.

In Workshops wurden konkrete Investitionsmöglichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung diskutiert. Ein weiterer Fokus lag auf der Modernisierung der albanischen Landwirtschaft und die Kooperationsmöglichkeiten mit deutschen Unternehmen der Nahrungsmittelwirtschaft.

Von li nach re: DAW-Präsident Artan Pojani, Vizeminister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Fatmir Guri, Staatssekretär im BMWE Dr. Thomas Steffen, aus dem Ministerium für Wirtschaft und Innovation: Vizeminister Enkelejd Musabelliu und Vizeministerin Dr. Olta Manjani, Botschafterin Adia Sakiqi, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Michael Harms, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung und Außenwirtschaftschef Dr. Volker Treier

Das Fazit der Konferenz fällt positiv aus:

Albanien bietet vielfältige Chancen für deutsche Unternehmen.
Gleichzeitig bleiben strukturelle Reformen – insbesondere im Bereich Rechtssicherheit und Korruptionsbekämpfung –
entscheidend für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.