„Albanien hat interessante Potenziale zu bieten – nicht nur in der
zentralen Wirtschaftsregion Tirana, sondern auch in den Regionen.
Neben dem weiteren Ausbau der Infrastruktur bieten die Sektoren
Textilien, Schuhe und Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen
wie Obst, Gemüse, Olivenprodukte und Wein interessante Ansatzpunkte
für gute Kooperationen, gerade zwischen kleinen und mittleren
Unternehmen beider Länder.“ Dies erklärte Hans-Jürgen Müller,
Präsident der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft (DAW) mit
Sitz in Berlin anlässlich einer Wirtschaftsreise in die Regionen
Berat und Durrës vom 22. bis 24. April 2013. Anette Kasten,
Geschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelsvereinigung in
Albanien (DIHA) mit Sitz in Tirana, führte dazu Tourismus,
Infrastruktur, Mineralien und Logistik als interessante Bereiche für
Investitionen in Albanien auf.
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Fadil Nasufi, Bürgermeister von
Berat, Petrit Sinaj, Vorsitzender des Bezirksrats von Berat,
Hans-Jürgen Müller, Präsident der DAW, Petrit Revania,
DAW-Koordinator für Berat, Genc Polo, Minister für Innovation,
Informations- und Kommunikationstechnologie der Republik Albanien,
Anette Kasten, DIHA-Geschäftsführerin, und Bujar Hoxhaj, Präfekt der
Region Berat bei der Eröffnung des Wirtschaftstreffens in Berat am
23. April 2013.
„Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen ist
ungebrochen hoch. Gerade die große Zustimmung in Stadt und Region
Berat zeigen erfolgreiche Beispiele privaten Engagements. So stellt
das deutsch-albanische Joint Venture Service Center Verpackungen und
Bekleidung nach deutschen Anforderungen auf höchstem Standard her.
Weitere Produzenten von Schuhen und Textilien, die seit vielen
Jahren für italienische und französische Abnehmer arbeiten, haben
ihre Qualitätsstandards an europäische Anforderungen angepasst. Auch
sie stehen in den Startlöchern für deutsch-albanische
Geschäftsbeziehungen. Das Engagement von albanischen Herstellern
wie Luani, einen der größten albanischen Weinproduzenten, oder Cobo,
einem Hersteller exklusiver albanischer Weine, zeigt die enormen
Fortschritte Albaniens bei der Herstellung von lohnintensiven
Produkten und agrarischen Erzeugnissen.“ - so DAW-Präsident Müller.
Im Rahmen eines Treffens mit Unternehmensvertretern und
Repräsentanten aus der Kommunalpolitik wurden die
Investitionsperspektiven von Berat und der Region in der
Infrastruktur, insbesondere im Verkehrssektor, und im Tourismus
vorgestellt sowie Handels- und Investitionsmöglichkeiten für
privatwirtschaftliche Engagements präsentiert. Genc Pollo, Minister
für Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie,
würdigte dabei die guten deutsch-albanischen Beziehungen.

Hans-Jürgen Müller, Präsident der
DAW, Petrit Revania, im Gespräch mit Genc Polo, Minister für
Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie der Republik
Albanien, anlässlich des Wirtschaftstreffens in Berat am
23. April
2013
„Neben konkurrenzfähigen Produkten braucht Albanien für seinen
wirtschaftlichen Erfolg auf den Exportmärkten zugleich eine gut
ausgebaute, leistungsfähige Infrastruktur. Diese ist Voraussetzung
für den Ausbau von Handel und Logistik.“ - so Annette Kasten,
DIHA-Generalsekretärin, anlässlich eines ersten Treffens mit Andrea
Xhavara, Präsident der Handels- und Industriekammer von Durrës, der
zweitgrößten Stadt und maritimer Zugang Albaniens. In den
vergangenen Jahren seien auch hier gute Fortschritte bei der
Modernisierung der Infrastruktur festzustellen. Dennoch seien noch
erheblich mehr Anstrengungen im Bereich der Straßeninfrastruktur,
der Müllentsorgung sowie der Wasserver- und -entsorgung
erforderlich, damit gerade der Tourismus ein attraktives Umfeld
vorfinde.

Petrit Revania, DAW-Koordinator für
Berat, Hans-Jürgen Müller, Präsident der DAW, Genc Polo, Minister
für Innovation, Informations- und Kommunikationstechnologie der
Republik Albanien, Bujar Hoxhaj, Präfekt der Region Berat, und
DAW-Präsidiumsmitglied Hans Ahlfeld im Dialog während des
Wirtschaftstreffens in Berat am
23. April 2013.
„Deutsche Unternehmen stellen sich erfolgreich dem Wettbewerb in
Albanien, auch wenn die wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen nicht immer einfach sind“. Dies stellten
Hans-Jürgen Müller und Annette Kasten übereinstimmend anlässlich von
Gesprächen mit deutschen Investoren in Durrës fest. Sie besuchten
gemeinsam mit weiteren deutschen Ansprechpartnern die Unternehmen
Albanian Stevedoring Company (ASC), engagiert im Bereich des
Hafenausbaus, dessen deutsche Muttergesellschaft EMS Shipping in
Leer an der Ems ihren Sitz hat. Weiterhin wurden das Unternehmen
German-Albanien Logistics Agency (GALA), eine Tochtergesellschaft
von ASC mit Sitz im Hafen von Durrës, sowie der in der Entstehung
befindenden Tirana Business Park, ein in der ersten Bauphase
befindlicher Büro- und Gewerbekomplex für Unternehmen und
Dienstleistungen in der Nähe des albanischen Flughafens bei Tirana
mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 100 Millionen Euro besucht.
Auch konnten sie sich im Rahmen ihres Besuchs von der Modernisierung
des Hafens von Durrës überzeugen, der zentraler Knotenpunkt für die
Versorgungsströme in der Region ist. Die Unternehmen zeigten sich
zuversichtlich über die weiteren Perspektiven für Wirtschaft und
Handel mit Albanien.
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Michael Alber, DAW, Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin, E-mail:
Michael.Alber@bga.de
Anette Kasten; DIHA, Rruga Skenderbej 4/7, Tirana, E-mail:
info@dih-al.com